Eine diabetische Katze mit Insulin richtig einzustellen, erfordert viel Wissen und Geduld. Wer mit den klassischen Insulinen (z.B. Caninsulin®) dabei keinen Erfolg hatte und versucht, seine Katze auf Lantus® oder Levemir® (neuere, biotechnologisch erzeugte Insulinanaloga) einzustellen, scheitert oft an der Empfehlung der Fachliteratur, diabetische Katzen auf Werte zwischen 100 und 300 mg/dl zu bringen.
Diese Werte sind eher als ein Kompromiss zu verstehen, damit bei fehlender Kontrolle die Katze nicht in den Unterzuckerungsbereich fällt. Es ist aber beim Tier genauso wünschenswert, physiologische Werte zu erreichen wie beim Menschen. Lantus und Levemir wurden dafür konstruiert, eine Grundversorgung mit Insulin auf physiologischem Niveau zu schaffen. Also kann das Ziel der Einstellung mit Lantus oder Levemir nur sein, eine Katze auf die Werte einer gesunden Katze einzustellen.
Seit 2004 kommen hier Menschen zu Wort, denen dieses gelungen ist und die Anfängern auf dem Gebiet Hilfestellung geben und vor bösen Überraschungen warnen wollen.
Laien aus diesem Forum konnten inzwischen, in enger Zusammenarbeit mit veterinärmedizinischen Forschern, mehrere wegweisende Studien zur physiologisch Einstellung in Fachzeitschriften und bei Fachkongressen vorstellen.

Der 11-jährige Moritz ist bereits im Sommer 2023 an Diabetes erkrankt. Nachdem die ersten beiden Jahre mit Diabetes unter ProZinc sehr turbulent und holprig verlaufen sind, konnte auf Lantus umgestellt werden und Jenny hat den Weg zu uns ins Forum gefunden. Mit einer Futterumstellung und der Anwendung unseres Einstellungsprotokolls kam endlich etwas Stabilität in die Behandlung von Moritz' Diabetes. Etwa ein Jahr lang war es dann sehr ruhig in seinem Thread, weil sich alles ganz gut eingespielt hatte. Dann gab es leider eine erneute Krise: eine heftige Unterzuckerung quasi aus dem Nichts, gefolgt von einer heftigen diabetischen Ketoazidose mit mehrtägigem stationärem Klinikaufenthalt. Aber Moritz ist ein Kämpfer und war noch nicht bereit zu gehen. Auch wenn es noch nicht an allen Fronten ganz entspannt ist, ist er zumindest wieder zu Hause und nicht mehr in der akuten Gefahrenzone. Jenny kümmert sich aufopfernd um den Kater ihrer Mutter und unterstützt diese nicht nur mit Rat, sondern auch ganz viel Tat. Wir finden, Moritz und seine Dosenöffnerin haben mit Jenny riesengroßes Glück. Wir wünschen allen dreien noch viele schöne gemeinsame Jahre, die dann hoffentlich ruhig und ohne weitere Krisen verlaufen.
Wichtige Beiträge aus dem Info-Bereich und Forum:
Warum benutzen wir kein Caninsulin?
Futter für Diabetiker
Hometesting
Einstellungs-Protokol
Folgeerkrankungen von hohen Blutzuckerwerten
Forums-Studie zur physiologischen Einstellung (Lantus)
Forums-Studie zur physiologischen Einstellung (Levemir)