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Eine diabetische Katze mit Insulin richtig einzustellen, erfordert viel Wissen und Geduld. Wer mit den klassischen Insulinen (z.B. Caninsulin®) dabei keinen Erfolg hatte und versucht, seine Katze auf Lantus® oder Levemir® (neuere, biotechnologisch erzeugte Insulinanaloga) einzustellen, scheitert oft an der Empfehlung der Fachliteratur, diabetische Katzen auf Werte zwischen 100 und 300 mg/dl zu bringen.

Diese Werte sind eher als ein Kompromiss zu verstehen, damit bei fehlender Kontrolle die Katze nicht in den Unterzuckerungsbereich fällt. Es ist aber beim Tier genauso wünschenswert, physiologische Werte zu erreichen wie beim Menschen. Lantus und Levemir wurden dafür konstruiert, eine Grundversorgung mit Insulin auf physiologischem Niveau zu schaffen. Also kann das Ziel der Einstellung mit Lantus oder Levemir nur sein, eine Katze auf die Werte einer gesunden Katze einzustellen.

Seit 2004 kommen hier Menschen zu Wort, denen dieses gelungen ist und die Anfängern auf dem Gebiet Hilfestellung geben und vor bösen Überraschungen warnen wollen.

Laien aus diesem Forum konnten inzwischen, in enger Zusammenarbeit mit veterinärmedizinischen Forschern, mehrere wegweisende Studien zur physiologisch Einstellung in Fachzeitschriften und bei Fachkongressen vorstellen.

Mai 2020
Judith's Moppel

Bei Moppel wurde im Januar diesen Jahres Diabetes diagnostiziert. Judith kämpfte sich durch die Thematik, lernte Blutzucker messen und überzeugte ihre Tierärztin von einem Wechsel auf Lantus. Durch eine konsequente Dosiserhöhung bekam sie Moppel innerhalb kürzester Zeit in gute Blutzuckerwerte. Danach konnte sie die Insulindosis langsam wieder reduzieren. Leider erlag er Ende März einer schweren Herzkrankheit. Er konnte zum Schluss noch einmal die ersten warmen Sonennstrahlen dieses Frühlings genießen und durfte dann in Judith's Armen friedlich einschlafen. Wir trauern mit ihr zusammen über den großen Verlust.