Vitalpilze, Omega3 Öle und weitere Gesundheitshilfen für die Miez

Ich denke, Magnesium spielt bei Katzen mit Diabetes eine ähnliche Rolle wie beim Menschen. Es ist wahrscheinlich, dass ein Mangel ähnliche Auswirkungen haben könnte, wie z. B. eine Verschlechterung der Insulinempfindlichkeit, Muskelschwäche oder Neuropathien. Allerdings ist bekannt, dass eine übermäßige Magnesiumzufuhr bei Katzen die Bildung von Struvitkristallen in der Blase fördern kann. Deshalb würde ich Magnesium nur unter regelmäßiger Kontrolle der Blutwerte supplementieren.
 
Ah ok dann scheint das Thema aber zumindest auch bekannt im Forum zu sein.
An die Blase hatte ich in der Tat auch schon gedacht daher bestätigst du damit meinen Verdacht und man sollte auf jeden Fall sehr vorsichtig damit umgehen. Haben wir allerdings nicht geplant war einfach nur neugierig wie man hier zu dem Thema steht. Danke für deine Einschätzung liebe Judith :up:
 
Ich hab mich jetzt mal mit Thema auseinander gesetzt.
Es gibt Studien zum Thema Störungen im Magnesiumhaushalt bei Hunden und Katzen. Dabei wurde auch endokrine Erkrankungen untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass bei 62 % der Katzen mit Diabetes und 57% derer mit einer diabetischen Ketoazidose ein Magnesiummangel festgestellt wurde.
Ursächlich dafür scheint die erhöhte Urinausscheidung, über die (noch) nicht verwertetes Magnesium mit ausgeschieden wird.
Ein Magnesiummangel sollte aber immer labortechnisch diagnostiziert sein.
Dazu reicht jedoch der Magnesiumwert (Gesamt-Mg) aus dem normalen Blutbild nicht aus. Benötigt wird da der i-Mg - der Wert des freiionisiertem Magnesium im Serum. Das bietet aber wohl nicht jedes Labor an.
Augenmerk verdient es, wenn Symptome wie diabetische Neuropathie, Verhaltens-/ Wesensveränderungen wie plötzliche Ängstlichkeit, Übererregbarkeit, Muskelzucken oder Krämpfe auftreten.
Auch bei gleichzeitiger Hyperthyreose oder einer Nierenerkrankung wäre es vielleicht nicht verkehrt den Magnesiumstatus überprüfen zu lassen.

QUELLE:
 
Neben der Überprüfung des Gesamt-Magnesiumwerts ist es also sinnvoll, auch den Wert des ionisierten Magnesiums (i-Mg) bestimmen zu lassen, um ein vollständiges Bild des Magnesiumstatus zu erhalten.
Diese bekannten großen Labore bieten die Bestimmung von i-Mg an:
1. Labor L + S
2. IDEXX Labor
3. Laboklin

Bei diabetischen Katzen, die möglicherweise einen Magnesiummangel haben, weil sie soviel pinkeln, kann man vielleicht davon ausgehen, dass der Status sich von selbst verbessert, wenn sie so eingestellt sind, dass sie wieder eine normale Urinausscheidung haben.
Bei CNI-Katzen ist das Thema ebenfalls interessant und unter: https://www.felinecrf.info/symptome_regulation_mineralstoffe.htm findet man noch einiges darüber, z.B. auch, dass eine Hinterlaufschwäche durch Magnesium- oder Kaliummangel ausgelöst werden kann.

So, hab jetzt Feierabend :wink1:
 
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