Jo's Tinka mit Lantus

Dieses Thema im Forum "Insulin-Einstellungen" wurde erstellt von Tinkikawinki, 1. Februar 2019.

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  1. simone_monkie

    simone_monkie Benutzer

    Hallo Jo,

    :heart:lich Willkommen hier.

    die gemessenen 360 bei +5 muss kein Messfehler sein. Du hast wenig Zwischenwerte und kannst somit nicht beurteilen, wie der BZ zu welcher Zeit sinkt. Ich halte diesen "Sprung" schon für wahrscheinlich. Du hattest 3 Tage vorher die Insulindosis erhöht. Der +3 nach der Erhöhung war ja auch im 300er -Bereich.
    Am 31. gab es dann zum +8 einen 300er-Wert. Leider gab es am Tag zuvor keinen Apre und an dem Tag keinen Mpre und keinen Apre.

    Es ist schwierig einzelne Werte zu beurteilen. Wichtig ist die Tendenz.

    Manche Katzen reagieren auf eine Dosiserhöhung kurzeitig auch mit erhöhten BZ-Werten. Auch ist es möglich, dass der BZ steigt, wenn es längere Zeit nichts zu fressen gab.
    Das muss man leider erst für seine Katze herausfinden.

    Wenn die Katz 2-3 Stunden vor dem Pre gefressen hat, misst du einen Futterwert. Das heißt, dass sich das Futter zu diesem Zeitpunkt am stärksten am BZ bemerkbar macht. Wann dieser Zeitpunkt genau ist, kann man nicht sagen, da jede Katze Futter unterschiedlich verarbeitet und auch die Qualität des Futters ausschlaggebend ist. Weiterhin kann sich auch der Stuhlgang auf den BZ auswirken. Diabetiker neigen zu verstopfungen. Das kann den BZ erhöhen.

    Wenn du nachts Futter stehen lässt, fressen die anderen Katzen alles schnell weg oder hat Tinka eine Chance an Futter zu kommen? Vielleicht könntest du dann einfach mehr hinstellen:dontknow:.
    Ich hatte Futterautomaten und sobald die Teile aufgingen, war Monkie auf dem Weg. Jimmy(der andere Kater) hatte keine Chance, ihm das Futter wegzufressen.

    400g Futter klingt erstmal viel, aber wenn die Katze groß ist, kann das eine normale Menge sein. Derzeit ist es aber gut, ihn soviel wie möglich fressen zu lassen, da durch den Diabetes nicht genug Energie in den Zellen ankommt.

    Jetzt müssen ein paar Zwischenwerte und natürlich jeder Pre gemessen werden, um das weitere Vorgehen zu planen.

    Ein Tagesprofil wäre sehr gut. Das bedeutet, dass der +3, +6 und +9 gemessen werden. Und natürlich die Pres.

    :up: für eine erfolgreiche Einstellung des BZ.
     
  2. Petra und Schorschi

    Petra und Schorschi Moderator Mitarbeiter

    Hallo Jo,
    herzlich willkommen hier im Forum:nice:
    Super, dass du schon Lantus hast, selbst den Bz misst und auch das Futter schon umgestellt hast:up:
    Typische Verdächtige als Auslöser oder Aufrechterhalter des Diabetes sind
    der Urin muss im Labor untersucht werden, ein Urinsticks reicht nicht! Uringewinnung
    • Trockenfutter - das hast du ja schon abgeschafft; als Leckerchen nach dem Messen wären 1 , 2 Stückchen aber erlaubt.
    • Pankreatitis - Entzündung der Bauchspeicheldrüse- festzustellen anhand der Symptome und mittels specfPLi im Blut Chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis)
    • Entzündungen des Zahnfleischs, schlechte Zähne : Zahnsanierung
    Augenfällige Krankheiten müssen natürlich behandelt werden. Wenn man nur einen Verdacht hat, kann man die Untersuchungen schieben und erst mal das Insulin erhöhen.

    Ketonmesstreifen für den Urin solltest du dir dringend besorgen. Ketone und Ketoazidose
    Eine Ketoazidose ist eine teure Angelegenheit, weil die Katze intensiv-medizinisch behandelt werden muss. Und viele es trotzdem nicht überleben. Deshalb hier lieber ein paar Euro für die Früherkennung investieren.

    Wir stellen auf physiologische Werte ein und richten uns nach dem
    Einstellungsprotokoll für Lantus & Levemir für Katzen mit Diabetes

    Bitte miss in jedem Fall vor der Spritze und nimm auch Zwischenwerte, damit man die Wirkung des Insulins beurteilen kann.
    Eine Tabelle ist dringend erforderlich, wenn wir dich zur Einstellung beraten sollen:
    Blutzucker-Tabellen und Bilder online stellen
    Nimm am besten die Mustertabelle, die ist am übersichtlichsten.

    Die Futtermenge sollte innerhalb von 24 Stunden möglichst gleich sein, auch die Menge, die man tags und nachts füttert. Kannst du Futter stehen lassen, damit sich Tinka selbst nachts bedienen kann?


    Wenn die Werte weiterhin so hoch sind, solltest du das Insulin auch wieder erhöhen. Das machen wir bei Werten durchgehend über 200mg/dl alle 2-3 Tage um 0,25IE bis 0,5IE.

    Viel Erfolg bei der Einstellung von Tinka.
     
  3. Tinkikawinki

    Tinkikawinki Benutzer

    Edit:

    Ergänzung zum Einstellungs-"Protokoll" in Vorstellungen-Forum:

    Sein +5 BZ-Wert liegt bei 360, ich schließe daraus dem Sensor(Messtreifen) hat das "die Nacht über unverpackt sein" nicht gut getan. Also ich könnte mir bei einem Sprung von 550 auf 360 schon vorstellen, dass da ein Messfehler vorliegt.

    Werde wohl am Wochenende auch ein googledocs-Protokoll zur besseren Handhabe anfangen.

    LG Jo
     
  4. Tinkikawinki

    Tinkikawinki Benutzer

    Hallo und ein großes Dankeschön an alle!

    Ich bin Jo und habe mich wegen der Diabetes-Krankheit (nicht 100% sicher, bin kein Fachmann) unseres Katers Tinka hier angemeldet.
    Habe zuvor hier viel gelesen, nun erstelle ich hier selbst einen Thread.
    Bessergesagt bin ich etwas stark überfordert mit der Situation bzw. den BZ-Werten und möchte deshalb weitere Meinungen & Rat einholen. Nocheinmal riesen Danke an euch alle.

    Ich füge hier nun die 18. Frage des Vorstellungs-Threads ein, da die aus Platzgründen nicht mehr reingepasst hat und ich diese Frage als eine gute Überleitung zum Problem halte.


    18. Alle weiteren zusätzlichen Infos, die hilfreich sein könnten.
    z.B. ob ein Wechsel zu Lantus oder Levemir in Betracht gezogen wird
    ->

    Wenn man die BZ-Werte einmal ignoriert: Ich finde der gute Tinka ist viel vitaler seit er in Insulin-Therapie ist. Sein Gewicht nimmt wieder zu (ich füttere ihn aber auch gut und viel, möglichst über den ganzen Tag verteilt), das spüre ich an seiner Wirbelsäule. Bzw. ich spüre, dass die Wirbelsäule nicht mehr so doll spürbar ist wie kurz vor der Diagnose.

    Sein Fell wird geschmeidiger, also ist nicht mehr so stumpf.
    Sein Fell wird glänzender.
    Er bewegt sich mehr (ist eig. generell eher so der Garfield...), spielt mehr.
    Er pinkelt noch immer recht viel (im Vgl. zu einer nicht diabetischen Katze; haben noch zwei weitere.). Ist bei diesen BZ-Werten aber auch mehr als nachvollziehbar.

    Infos zu mir/der Technik/der bisherigen Therapie:
    Ich wurde wie so viele zunächst vor diese riesen "miss und spritz mal den Kater"- Aufgabe ohne große Anleitung gestellt, da wie schon Erwähnt meine Tierärztin recht wenig Plan von diabetischen Tieren hat.

    Ich habe zunächst versucht zu recherchieren. Habe dann nach und nach die passenden Utensilien zusammen gekauft, wie passende spritzen (hatte anfangs seeehr lange nadeln.. altes Stecksystem, von der TÄ), ein eigenes Messgerät + Streifen,....

    Dann natürlich direkt das Futter umgestellt, sehr radikal wie es scheint. Habe direkt das Trockenfutter für alle abgesetzt (Gab davor Wild Freedom TroFu) und mich auf die Suche nach passendem NaFu gemacht.
    Bin jetzt aktuell bei ZooRoyal Weißfisch hängen geblieben, da ich mich mit dem Geruch des Futters, Verhalten der Katzen bezüglich des Futters und dem NFE-Wert von 3.x % anfreunden konnte.

    Der Kater isst sehr sehr gerne. Habe ihn früher aus Unwissenheit als Fress-Suchti betitelt.
    Heute finde ich es sehr gut, dass er so gerne isst.
    Wird natürlich auch als Indikator für sein Wohlbefinden genutzt, das Fressverhalten. Gab bisher aber noch keine Situation in der er das Fressen verweigert hatte.

    Da es sich auf den BZ-Wert auswirkt möchte ich betonen was ich oben gesagt habe: ich gebe ihm aktuell "viel" Futter, täglich ~ 3-5 Schälchen á 100g. Eher 4 als 3 Schälchen. Möglichst über den ganzen Tag verteilt.
    Nachts ist es sehr schwierig, da alle Katzis gerne essen. Müsste meinen Schlaf unterbrechen um ihn zu füttern, das tue ich aktuell aber nicht.

    Gestern habe ich angefangen mit der Piekshilfe diesen heißersehnten Tropfen Blut aus seinem Öhrchen zu bekommen. Zuvor habe ich per Nadel das Öhrchen (innen) geritzt, was für Mensch und Tier eine sehr stressige Methode war. Hat mir leider meine TÄ so gezeigt. Finde ich aber vollkommen unpraktikabel. Bin sehr sehr sehr froh bei der Piekshilfe gelandet zu sein.
    Leider hat die alte Methode seine und meine Lust am Messen eher zu Frust werden lassen. Der Kater meckert einwenig, wenn er merkt ich will an sein Öhrchen, aber ja ich wusste es halt einfach nicht besser.

    Ich weiß ich sollte auch seine Ketone messen, werde auch heute noch zumindest diese Ketosticks kaufen gehen. Ich habe monatlich ein sehr sehr begrenztes freies Budget (Studi und bin in diesen Haushalt mit zwei Katzen & einem diabetischen Kater sozusagen hineingerutscht, war vor meiner Zeit der alleinige Haushalt meiner Lebensgefährtin) deshalb muss ich mir alles an Equiptment so nach und nach zukaufen. Evtl. schaffe ich es noch diesen Monat uns Ketoteststreifen zu zu legen.

    Außerdem werde ich mich bemühen sehr regelmäßig zu messen. Mit der Stechhilfe sollte das möglich sein.

    Ich würde Euch bitten einmal über die Laborwerte zu schauen, vielleicht versteckt sich dort etwas aussagekräftiges, da ich mir aktuell keinen Reim auf seine hohen BZ-Werte machen kann trotz Erhöhung der Insulinmenge (habe erst vor "kurzem" angefangen das Insulin von 1 IE pro Spritz auf 1.5 zu erhöhen).
    Kann aber natürlich sein, dass er noch mehr Insulin braucht. Was auch so mein Tipp wäre.

    Bevor ich es aber weiterhin erhöhe möchte ich weitere Meinungen einholen.

    Falls mir noch weitere nützliche Informationen einfallen, werde ich sie ergänzen.

    Ich bedanke mich schon einmal in höchster Freude für euer Engagement und das Teilen eures Know-Hows.
    Ich bin aktuell schon eher frustriert und hoffe zu erfahren was los ist, bzw. ob was falsch gemacht wird und wie man es besser machen kann.


    Liebe Grüße
    Jo mit seinem tollen Tinka
     

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