FIP ist heilbar

Dieses Thema im Forum "Katzen-Gesundheit" wurde erstellt von SilkeM, 7. November 2019 um 11:40 Uhr.

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  1. SilkeM

    SilkeM Benutzer

    Hallo Kirsten,

    das verdünnen des Medikaments wird m. W. nicht empfohlen. Wenn ich es genau weiss, kann ich dazu gerne nochmal was schreiben. Ehrlich gesagt bin ich froh, wenn ich die 1 ml in der Katze habe, mehr muss auch nicht sein. Es ist sehr zähflüssig, ölig von der Konsistenz her. Ich wärme es deshalb vorher immer handwarm auf, damit es etwas flüssiger wird. Wenn man zu nah unter die Haut spritzt, kann es zu wunden Stellen in der Haut kommen. Möglicherweise wird da bei der weiteren Entwicklung nochmals etwas daran verbessert. Das wäre allen zu wünschen. Fast alle haben die gleichen Schwierigkeiten mit ihren Katzen.

    Es gibt mehrere Hersteller, i. d. R. aus China auf dem Markt. Bestellbar ist es online z. B. bei curefip.com TÄ dürfen nicht verordnen. Sie können aber die Kattzenhalter darauf aufmerksam machen und bei allem anderen unterstützen. Manche lassen es sogar vom TA täglich spritzen.
     
  2. Kirsten

    Kirsten Administrator Mitarbeiter

    Hallo Silke,

    vielen Dank fuer deinen Bericht, ich finde dies hochinteressant!

    Bei einigen Medis die brennen (Vitamin B12 und, wenn ich mich richtig erinnere, Cerenia), habe ich sie in den Infusions-Loesungs Schlauch gespritzt um sie zu verduennen. Waere das eine Alternative?

    Kannst du uns noch die PZN wissen lassen?

    Ich drueck Iwy ganz feste die Daumen und hoffe auf hoffentlich weitere positive Berichte.
     
  3. voyagerone1

    voyagerone1 Benutzer

    Das ist aber sehr interessant! Das merke ich mir.
    Ich drück die Daumen, dass es bei Iwy hilft!
     
  4. SilkeM

    SilkeM Benutzer

    Hallo Ihr Lieben,

    heute möchte ich Euch über die leider sehr unschöne und bisher fast immer tödliche Katzenkrankheit FIP informieren. Denn es gibt mittlerweile Hilfe dageben.

    Wir hatten nach dem Tod von unserem Senior Theo wieder über die russische Katzenhilfe eine neue Katze aus St. Petersburg "bestellt". Iwy (Iwetta) kam dann Anfang Oktober zu uns. Sie frass aber nie wirklich richtig und es wurde täglich weniger. Sie und meine 2 anderen Katzen hatten dann noch einen schlimmen Halsinfekt (den sie möglicherweise mitgebracht hat) und ich dachte erst es liegt daran. Leider bekam sie dann auch noch einen richtig dicken Bauch, der keinesfalls vom Futter sein konnte. Beim TA wurde dann letztendlich FIP festgestellt (feuchte Form). Eigentlich ein Todesurteil. Dann bekam ich aber den Tipp über die russische Katzenhilfe für eine FB-Gruppe (FIP ist heilbar) und habe mich dorthin gewandt. Glücklicherweise gibt es ein nicht freigegebenes, noch in der Erprobungsphase befindliches Medikament (GS-441514), welches bei 80% der Katzen zur Heilung führt. 2017 gab es eine Studie an 31 Katzen dazu: https://vetline.de/moegliche-therapie-fuer-fip-katzen/150/4277/110734/

    Die Leute in der FB-Gruppe sind auch super-engagiert und unterstützen sofort, da in solchen Fällen wirklich jeder Tag zählt. Dafür bin ich wirklich sehr dankbar. Wir haben sofort mit der Therapie bei Iwy begonnen und das Mittel hat innerhalb kürzester Zeit angeschlagen. Man merkt ihr ihre Krankheit quasi nicht mehr an. Sie frisst gut und spielt auch wieder.

    Das Mittel muss alle 24 h gespritzt werden und Insulin spritzen ist dagegen Kindergarten. Iwy braucht 1 ml und es brennt wohl ganz schlimm, da es einen niedrigen phWert hat. Sie ist dementsprechend gestresst und wehrt sich. Mein Partner muss sich mit Lederjacke und -handschuhen bewaffnen, sie allabendlich einfangen (sie verkriecht sich und macht auch schon mal vor Stress unter sich die ärmste) und sie dann auf dem Boden fixieren, während ich sie spritze. Manchmal muss ich noch ein zweites Mal ansetzen, da ich nicht alles auf einmal reinbekomme, wenn sie wieder zappelt.

    Keine Chance mit Leckerlis und viel loben wie beim BZ messen und Insulin spritzen da ein angenehmes Ritual draus zu machen. Ich versuche schon alle Tricks mit Zylkene, Feliway, CBD Öl usw. um sie ein wenig zu entspannen. Leider fehlt es halt auch noch an der Vertrauensbasis. Sie ist ja nicht lange bei uns. Da es aber keine andere Möglichkeit gibt ihr Leben zu erhalten, müssen wir das jetzt für mind. 12 Wochen durchziehen. Wenn alles gut geht, ist sie danach geheilt.

    Ihr könnt die Information zur Studie und zur FB-Gruppe gerne an Eure TÄ, Tierschutzorganisationen, Freunde und Bekannte weiterverbreiten in der Hoffnung dass so noch mehr Katzen gerettet werden.
    Das Mittel ist leider nicht ganz günstig (1 Ampulle mit 5 ml kostet mind. 75 EUR). Bei Iwy (3,5 kg)reicht sie für 5 Tage. Die Dosis ist gewichtsabhängig und auch davon welche Form von FIP vorliegt.
     

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