Christiane's Herr Artig mit Lantus

Dieses Thema im Forum "Insulin-Einstellungen" wurde erstellt von Sarah feat. Sally, 19. Oktober 2018.

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  1. Petra und Schorschi

    Petra und Schorschi Moderator Mitarbeiter

    Wir brauchen den Vorstellungsbogen - das ist übersichtlicher.
    Sorry!
     
  2. Futschi

    Futschi Benutzer

    Guten Morgen,

    als aller erstes vielen Dank für die Antwort.

    Hier die Vorstellung:

    Ich bin Christiane und bin 29. Mein Kater heißt Herr Artig und ist 8. Er ist ein ganz normaler Hauskater und wurde mit 7 Monaten kastriert. Sein Diabetis wurde am 29.3.18 festgestellt nach dem wir 2 Tage vorher im Notdienst waren, dort aber wie gesagt der Zuckertest vergessen wurde. Mein Kater wiegt aktuell 4,3 kg. Vorerkrankungen sind keine bekannt und es wurde in der Klinik auch so nichts weiter festgestellt. Seine Nierenwerte waren minimal erhöht, die Ärztin sagte, das käme durch den Zuckerschock und er hat wohl eine winzige Zyste an der Niere, jedoch würde diese wohl keine Probleme machen. Meine Katze frisst beides gern. Trocken, sowie auch Nassfutter. Wir haben uns auf Empfehlung der Klinik das Diabetikerfutter von Hills gekauft. Man sagte mir, morgens und abends nach dem insulin sollte er auf jeden Fall fressen. Das beachte ich auch alles. Nur geht es ihm jedes mal vor dem Insulin viel besser und wärend dessen wird er total schläfrig. Den Wert messe ich aktuell noch alle 3 Stunden im Blut. Meine Katze hatte am 29.3.18 eine DKA. Im Internet hatte ich gelesen das das Blut dann wegen überzuckerung übersäuert und der Geschmack von meinem kater ganz bitter wird. Deswegen die Futterverweigerung. Den Rest hatte ich bei Eröffnung des Themas schon beschrieben. Er war apatisch fast Komaartig. Hat einen Tag nicht getrunken den Mitttwoch aber schon wieder getrunken. (Dienstag waren wir im Notdienst und es wurde eine Infektion festgestellt die aber am Donnerstag aber dann über den Ultraschall plötzlich schon erledigt war. Am 27. Wurde ein Antibiotikum gespritzt. Man sagte uns, dieses würde 2 Tage wirken danach sollten wir ihm dies über Tabletten weiter verabreichen. Er bekam zusätzlich Omeprazol für seinen Magen. Er bekommt wie oben geschrieben schon Caninsulin. Ich werde einen Wechsel aber mit meiner Tierärzrin des Vertrauens besprechen, da ich in der Klinik niemandem vertraue. Er bekam über 1 Tag von mir 1,5. Da meine Katze die Diagnose erst so kurz hat kann ich nur schreiben das der Wert zwischen 400 und 600 schwankt. Zu Zeiten wo er Insulin bekommt gehen die Werte runter, zu zeiten wo das Insulin seine beste Wirkung haben soll ( Ich habe gelesen, es sind 5 bis 6 Stunden) sind seine Werte hoch, was mich irgendwie beunruhigt da noch nie auffällige Anzeichen eine Diabetis vorher waren. Wir benutzen das Akku Check Aviva als Messgerät. Man sagte uns, auf Nachfrage von mir! Wir könnten uns die Befunde nächste Woche abholen. Deswegen kann ich nicht genau sagen, wie der Wert war, man sagte uns nur der T4 test wäre soweit ok. Wir benutzen 1x spritzen, die Tierärztin sagte, wir könnten eine davon ruhig 4 Tage nehmen, das würden die in der Klinik auch so machen, aber warum sind es dann 1x spritzen. Der Fruktosamimtest lag bei ca. 600. Die Ergebnisse der Blutuntersuchung werden nachgetragen.

    Der Hintergrund meiner Fragen ist der:
    1. Fühle ich mich total schlecht aufgeklärt, man hat mir die Katze quasi in die Hand gedrückt. Ohne Insulin, Spritzen oder eine Aufklärung zum Futter. Als wir Dienstagnacht im Notdienst waren, wiedersprach sich die Ärztin. Irgendwann entschuldigte sie sich und sagte es wäre heute ihre 10. Nachtschicht in Folge. Als wir dann am Donnerstag erneut in der Klinik waren, lag im Wartezimmer ein 8 jähriger Kater der wirklich zu 100% die gleichen Symptome hatte wie meiner, ich sprach die Besitzerin an, sie sagte mir er ist Diabetiker. Im Behandlungszimmer machten wir dann einen Ultraschall. Ich bekam mehrere Sachen gezeigt. Das könnte was sein, da müssen wir das nochmal machen und dies nochmal machen (Ich zahle und tue wirklich alles für meine Katze, so ist es nicht gemeint.) Ich hinterfragte die Sachen vom Vortag. Sie hatte mir und meinem Freund gesagt es wäre eine Temperatur von 34.1. Diese habe ich auch selber auf dem Fiebertermometer gesehen. Am Donnerstag redete sie dann von 37,1. Ich sagte, nein die Temperatur war 34,1. Sie haben selber noch gesagt, er ist sehr unterkühlt. Ich bekam keine Antwort und verlangte die Oberärztin, da mir diese Ärztin einfach völlig überlastet vorkam. Die Oberärztin schaute sich das Ultraschallbild an, sagte mir das mit der Zyste, das aber sonst alles wirklich gut aussehen würde. Sie nahm eine Urinprobe und machte einen Blutzuckertest. Dieser lag wie beschrieben bei 23,3. Dann sagte die Oberärztin da müssen wir jetzt einen Bluttest machen für 90 euro. Da meinte ich, was wird denn bei dem anders getestet als bei dem am Dienstag für 180 Euro? Sie sagte mir, der Zuckerwert ( da wäre ich nie drauf gekommen). Ich beschwerte mich, das man dieses ja am Dienstag im Notdienst schon hätte mit testen müssen, da mein kater schließlich im sterben lag und ich ja extra in die klinik gefahren bin damit man alles abchecken kann. Keine Antwort. Beide Ärztinnen verließen das Zimmer. Am Ende kam die Ärztin von Dienstag im Notdienst rein und sagte sie müssten ihn stationar aufnehmen da er zu schwach ist sie würden mir aber mit der Medizin und allem einen Festpreis von 200 Euro machen. Für mich die Bestätigung, das man es hätte sofort testen müssen, es aber vergessen wurde. Er war 2 tage auf der Intesiv. Am 1. Tag haben wir ihn besucht. Es ging ihm besser aber er war noch sehr schwach. Am 2 Tag, also vorgesterm, wollte ich ihn ebenfalls besuchen. Ich stand im ständigen kontakt mit der Klinik. Ich rief gestern morgen an und die Ärztin sagte mir, es würde ihm deutlich besser gehen. Jedoch wäre sein Wert noch bei 400. Er könne nicht nach Hause. Ok. Als ich zu Besuch da war, hieß es dann plötzlich, der ist fit der kann mit nach Hause. Bei einem Besuch gestern in der Klinik, fragte ich der Ärztin ehrlich gesagt, Löcher in den Bauch. Ich hatte zwar sehr viel schon gelesen aber Tipps von der Ärztin schaden ja nie. Wir machten einen neuen Blutzuckertest. Er ergab 33,3. Ich fragte, wie es sein kann, das sein Wert über Nacht wieder so hoch schießt, da er am Vortag ja angeblich fit war, das konnte sie mir auch nicht sagen. Die Oberärztin kam erneut rein und ich fragte sie. Sie sagte mir, dann ist vielleicht zu viel Insulin. Sie erklärte es mir und es leuchtete mir ein. Sie sagte, ich solle die Dosis auf 1 runternehmen. Ich fragte dann nach, ob es nicht sein könne, das er einen Infekt hatte und deswegen den Zuckerschock, sie sagte doch das könne sein. Aber der langzeittest war doch schlecht? Wie kann das sein. Dann sagte sie plötzlich, aber 1,5 kann eigentlich nicht zu wenig sein das bekommt er ja seit Jahren. Ich sagte, nein Sie selber haben die Diagnose vor 2 Tagen gestellt, er wurde vorher nicht gespritzt. Sie gab zu, den kater verwechselt zu haben, nämlich mit dem, aus dem wartezimmer, der ebenfalls da bleiben musste. Ich komme mir total verarscht vor. Es ist eine traurige Diagnose aber wir würden das alles hinbekommen. Wir wissen, das es eine große Verantwortung ist aber ich arbeite in der frühschicht mein Freund sowieso in der spätschicht, er ist also fast nie lange allein. Nur sind das so viele Widersprüche das ich völlig verunsichert bin. Ich hatte den Eindruck, ohne undankbar zu sein, dank denen hab ich mein Katerchen wieder, das die da alle völlig überarbeitet und dadurch verwirrt. Als sie mir den Wert nannte von 33,3, fragte ich wieviel das umgerechnet ist, sie sagte 600. Ich fragte, mit wieviel er eingeliefert wurden ist, sie sagte mit 470. Warum lag er da im Koma aber mit 600 geht es ihm gut? Es geht ihm prima, nur seine zuckerwerte sind hoch. Und ich habe total Angst das die vielleicht auch Werte falsch in den PC eintragen und deswegen falsche Diagnosen stellen und mein Kater insulin bekommt, obwohl er es nicht braucht. Denn das ist schließlich auch ungesund. Es geht ihm gut. Er läuft, frisst, trinkt, geht aufs klo, antwortet wenn man ihn ruft :D es ist nur der hohe Wert. Der jetzt aber ja höher ist, als da wo er fast tot war.

    Vielen dank für die Hilfe und sorry für den langen Text.

    Frohe Ostern:)
     
    Zuletzt bearbeitet: 2. April 2018
  3. simone_monkie

    simone_monkie Benutzer

    Hallo Christiane,

    :heart:lich Willkommen hier.

    Das ist ja wirklich eine abenteuerliche Geschichte. Wie sind denn seine BZ-Werte Zuhause? Du schreibst ja, dass sie vor der Spritze niedriger sind, als einige Zeit nach der Spritze. Somit gehe ich davon aus, dass du den BZ schon selber misst. Das ist auch zwingend notwendig. Denn man muss den BZ kennen, um Insulin zu spritzen.

    Wie Petra schon schrieb, ist Caninsulin bei Katzen veraltet. Am Besten wäre ein Langzeitinsulin wie Lantus oder Levemir. Wenn keines der beiden verordnet werden kann, dann sollte es wenigstens ProZinc sein. Dennoch würde ich auf Lantus oder Levemir bestehen.

    Wie sieht es denn mit dem Futter aus? Momentan bekommt er noch Päppelmittel. Da er aber doch wieder besser frisst, kann man das vielleicht auch langsam weglassen.
    Trockenfutter ist nicht für Diabetiker geeignet und bei Nassfutter darf kein Zucker und/oder Getreide enthalten sein.

    Bitte besorg' dir auch ein Messgerät zum Messen der Ketone. Bei hohen BZ-Werten, können Ketone entstehen und diese können zu einer Ketoazidose führen. Diese ist dann schwer zu behandeln.

    Als ich deine Beschreibung mit Apathie gelesen habe, dachte ich sofort an eine Ketoazidose. Scheint aber nicht so gewesen zu sein, sonst wäre der Kater noch nicht wieder so fit.
     
  4. Petra und Schorschi

    Petra und Schorschi Moderator Mitarbeiter

    Hallo Christiane,

    herzlich willkommen hier im Forum

    Das ist ja ein völliges Chaos......
    Ich würde auf jeden Fall den Tierarzt wechseln. Einem Diabetiker Caninsulin zu verordnen ist schon mal komplett veraltet.
    Warum benutzen wir kein Caninsulin?

    Und zu deiner Frage: Zuviel Insulin tötet. Es macht keine hohen Werte!
    Wenn der Langzeitzuckerwert in der von dir beschriebenen Höhe ist, dann ist Diabetes gesichert. Tut mir leid.
    Aber mit einem anderen Insulin, welches länger wirkt, können sich die insulinproduzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse wieder erholen.
    Fülle doch bitte die Vorstellung aus:
    Wie schreibe ich die Vorstellung?
    Dann haben wir mehr Infos, sehen wo es vielleicht noch hakt (Futter z.B.) und können dir weitere Tipps geben.
    Auch zum, Insulin und der Dosis.
     
  5. Futschi

    Futschi Benutzer

    Hallo, ich bin neu hier. Ich bin 29 und unser Kater ist 8. Ich benötige dringend Hilfe. Unser Kater ist kastriert. Er war bisher immer gesund. Er hat seit einigen Monaten sehr viel getrunken und immer den Wassernapf in seine Richtung gekippt. Am Dienstag Mittag hat er erbrochen. Abends wurde er dann blitz schnell apathisch, schon fast Komaartig. Wir sind Nachts in die Tierklinik gefahren dort hat man Fieber gemessen und man sagte mir 34,1. Er war unterkühlt. Er hat das Essen verweigert und seine Schleimhäute waren sehr hell. In der Klinik stellte man einen Magen-Darm-Infekt fest. Man spritze ihm ein Antibiotikum was 2 Tage wirken sollte und gab uns Magentabletten und Futter zur Aufpeppelung mit. Diese gab ich ihm auch alle 2 Stunden. Mittwochs ging es ihm schon minimal besser. Am Donnerstag sollten wir erneut kommen. Die Ärztin dort sagte uns plötzlich völlig andere Werte und war etwas verwirrt. Plötzlich war seine Temperatur am Vortag 37,1 und nicht 34,1. Wir verlangten die Oberärztin. Diese stellte dann über eine erneute Blutprobe, da man diesen test am Dienstag im Notdienst vergessen hatte, einen Blutzuckerwert von 23,3 fest. Zur Sicherheit machte man einen Langzeitblutzuckertest. Wie wir heute erfahren haben, lag dieser bei 600. Gestern durften wir ihn nach 2 Tagen stationärer Intensivbetreuung mit nach Hause nehmen. Wir haben 0 Infos bekommen wie man das Insulin spritzt und wann man es spritzt. Als ich nach fragte wurden meine Fragen nur kurz und knapp beantwortet. 2x am Tag, 1,5 Caninsulin um 8 und um 20 uhr. Ok. Ich fragte nach einem Messgerät, man sagte mr das wäre so ok ich müsse nicht messen. Da ich mich wirklich schlecht aufgeklärt gefühlt habe, verlangte ich nach einem neuen Termin. Dieser war heute. Die Oberärztin erklärte mir, wie ich das Insulin richtig spritze. Wir kontrollierten den Blutzuckerwert, er war auf 33,3. Umgerechnet also 600. Ich fragte nach, wie das sein kann, das sein Zucker jetzt höher ist er aber total fit ist, und frisst und trinkt und läuft und kuschelt, er aber 4 Tage zuvor mit einem Blutzuckerwert von 470 fast im Koma lag. Das wüsste sie auch nicht. Auf meine Nachfrage ob es nicht doch sein könne, das er auf Grund einer vergangenen Infektion so hohe Werte hat, sie sagte nee, 1,5 bekommt er ja seit Jahren. Ich sagte, nein wir wissen von der Diagnose erst 2 Tage und sie haben diese selber gestellt. Sie sagte, doch das könne dann sein und erklärte den zu hohen Zuckerwert mit zu viel Insulin. Ich solle doch die Dosis auf eins runternehmen. Okay. Komisch ist aber, das er vorher keine grossartigen Anzeichen hatte. Er hat 2 Tage vorher noch gegfressen. Am Morgen wo wir nachts in die Tierklinik gefahren sind, ging es ihm super. Meine Frage, kann es nicht sein, das er kein diabetiker ist und einfach einen Infekt hatte? Zu zeiten wo wir ihm insulin spritzen müssen geht sein zucker immer runter. 5 Stunden nach der morgendlichen Dosis ist er auf 512. Abends vor der dosis ist er auf 481. Er ist fit, natürlich noch etwas geschwächt, schließlich lag er im fast im Koma. Aber ich habe den Verdacht, das er das Insulin eigentlich nicht braucht, weil die Infektion jetzt weg ist und seine Werte so hoch sind, weil wir ihm Insulin spritzen obwohl er vielleicht kein Diabetiker ist. Kann ich das Insulin aussetzen und mit engmaschiger Kontrolle denWert prüfen? Sollte der Wert zu hoch werden, kann ich dann immer noch das Insulin spritzen? Ich bin völlig ratlos und werde am Dienstag nochmal meine Tierärztin kontaktieren. Ich habe das Gefühl, das die dort nicht wissen was sie erzählen und alle maßlos überarbeitet sind. Vielen Dank im Voraus für die Antworten. LG
     

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